Der Streit um den Arzneiversand

Als Versandapotheken werden solche Apotheken bezeichnet, die die in ihrem Portfolio geführten Arzneimittel über Funkfernbestellungen, also über das Internet, Telefon oder Fax, versenden. Diese Art des Arzneivertriebes war bis ins Jahr 2003 verboten. Erst als die Verfassungsbeschwerde zweier Apotheker vorm Bundesverfassungsgericht stattgegeben wurde, wurde das Verbot zum 1.1.2004 aufgehoben. Um eine Versandapotheke eröffnen zu dürfen, bedarf es derselben Voraussetzungen, wie dem Führen einer Präsentapotheke. Einzige Besonderheit ist die gesonderte Erlaubnis für den Versandhandel durch die zuständige Behörde, die den Antragssteller dahingehend prüft, ob dieser den zusätzlichen Erfordernissen des Versandhandels gewachsen ist.

Versandapotheken näher beleuchtet
Von den derzeit 22.000 zugelassenen Apotheken sind etwa 2.200 Versandapotheken. Ihr Marktanteil lag 2008 laut des Markforschungsunternehmens IMS Health bei bis zu 10%; Prognose stetig steigend. Einer der Hauptgründe für das rasante Wachstum der Branche ist die Diskretion. Oft scheuen Notsuchende den Besuch bei einer Apotheke wegen der vermeintlichen Gefahr, von Bekannten erkannt zu werden oder ihr Problem überhaupt einer anderen Person anzuvertrauen. Die Abwicklung über das Internet bietet den Kunden ein hohes Maß an gewünschter Anonymität. Auch Personen, denen die Zeit fehlt oder altersbedingt die Möglichkeit nicht mehr haben, Präsentapotheken selbst aufzusuchen, profitieren vom Versand bis zur eigenen Haustür. Ein anderer Vorteil der Versandapotheke ist der Preisvorteil, der durch den Wegfall von kostenintensiven Präsentationsräumen an die Kunden weitergegeben wird.

Letztlich bietet der Apothekenversandhandel die Möglichkeit, online nach Präparaten zu schmökern, den Kunden die Gelegenheit, mehr in seiner Gesundheit zu investieren. Dabei bleibt die fachgerechte Beratung durch geschultes Personal nicht auf der Strecke. Viele Versandhändler bieten Onlineberatung am Telefon zur Klärung eventueller Fragen und Bestellungen an. Auch die Qualitätssicherung durch staatliche Stellen garantiert dieselben Standards, wie man sie von Präsentapotheken kennt.

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Dieser Beitrag wurde am 23. November 2011 um 15:33 verfasst und ist unter Gesundheit gespeichert. Mit Hilfe des RSS 2.0 feed können Sie beliebigen Beiträgen beobachten. Sie können eine Antwort schreiben, oder einenTrackback Ihrer eigenen Webseite.